Am 24. November 2023 fand im Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC) das #dms Symposium KI mit dem Thema „Perspektiven auf KI in Schule und Gesellschaft“ statt. Diese Veranstaltung brachte Lehrkräfte, Schüler:innen, Schulleitungen, Eltern sowie Vertreter:innen der Schulbehörde und weitere Interessengruppen zusammen. Auch das KAIFU nahm mit drei Lehrkräften und fünf Schüler:innen daran teil. Gemeinsam wurden die Potenziale und Herausforderungen im Kontext der rasanten Verbreitung von generativer KI, insbesondere die Einführung des Chatbots ChatGPT, im schulischen Umfeld diskutiert.

Die Veranstaltung wurde von prominenten Persönlichkeiten begleitet, darunter Schulsenator Ties Rabe und Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack, der sich dann tatsächlich auch in einer spannenden Diskussionsrunde mit Carla Schwender (9c) und Martha Münch (9c) wiederfand. Beide Schülerinnen sagten im Anschluss: “Das Symposium war sehr interessant und wir haben viel dazugelernt. Allerdings waren wir, um ehrlich zu sein, teilweise auch etwas überfordert von der komplexen Ausdrucksweise mancher Anwesenden. Auch die Diskussionsrunde hat uns gut gefallen und wir haben viele neue Ansichten und Ideen daraus mitgenommen. Alles in allem war es eine tolle neue Erfahrung für uns als Schülerinnen „hinter die Kulissen“ gucken zu dürfen und einen Eindruck zu bekommen, was hinter den Beschlüssen in Schulen passiert. Danke für die große Ehre teilnehmen zu dürfen!“

Der Schulsenator eröffnete die Veranstaltung, gefolgt von einem Impulsvortrag von Marina Tcharnetsky, Chief Business Development Officer des ARIC. In ihrem Vortrag betonte Marina Tcharnetsky die Bedeutung von KI für das Bildungssystem. Besonders relevant war die Unterscheidung zwischen schwacher und starker KI. Schwache KI bezieht sich auf KI, die spezifische Aufgaben ausführt, während starke KI die Fähigkeit hätte, alle kognitiven Aufgaben eines Menschen zu übernehmen, z.B. sich eigene Ziele zu setzen. Derzeit besteht Einigkeit in der Fachcommunity, dass es keine starke KI gibt und es wird mehrheitlich bezweifelt, dass es sie je geben wird. Tcharnetsky hob hervor, wie KI die Gesellschaft vorantreibt, betonte aber auch die Herausforderungen, insbesondere im Umgang mit möglichen Verzerrungen durch KI.

Die Teilnehmer:innen erhielten zudem die Gelegenheit, den KI-Showroom im ARIC zu besuchen und an einem KI-Wettbewerb mit einer bildgenerierenden KI teilzunehmen.

Die sich anschließenden Diskussionen konzentrierten sich auf zentrale Fragen, wie die ethisch verantwortliche Nutzung von KI in Schulen sichergestellt werden könne. Auch die Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler im Zugang zu KI-Technologie wurde intensiv erörtert. Die Debatte erstreckte sich weiter zu der Frage, inwiefern KI Schüler:innen darin unterstützen könnte, informierte und aktive Bürger:innen zu werden.

Es wurden ebenfalls lebhafte Gespräche darüber geführt, welche Fähigkeiten Schüler:innen und Lehrkräfte in einer KI-geprägten Gesellschaft erlernen sollten und wie Schulen auf zukünftige Entwicklungen vorbereiten könnten.

Im Hinblick auf Prüfungen herrschte Einigkeit, dass die effektive Nutzung von KI Fachkompetenz, Methodenkompetenz und kommunikative Kompetenz erfordere.

Insgesamt bot das Symposium einen umfassenden Einblick in die dynamische Welt der Künstlichen Intelligenz im schulischen Umfeld und unsere Schüler:innen lieferten unverzichtbare, wertvolle Impulse. Vielen Dank, dass ihr euch dafür Zeit genommen habt. Für einige ging es dann sogar noch weiter in die „Lange Nacht der Mathematik“.

Anja Kühnemund

Fotos von Nick Pepper (10a) aus dem ARIC-Showroom